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Verrechnungsscheck

Lexikon Eintrag Verrechnungsscheck

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Bei einem Verrechnungsscheck spricht man von einem Scheck, der nicht bar ausgezahlt werden darf. Der Zahlungsweg des Scheckinkassos kann immer nachverfolgt werden, da ein Verrechnungsscheck immer über das Konto eingezogen wird. Die Kennzeichnung "nur zur Verrechnung" ist in Deutschland laut § 39 des Scheckgesetzes vorgeschrieben. Ausländische Schecks, die nur gekreuzt sind, werden in Deutschland auch als Verrechnungsschecks betrachtet. Der Vermerk "nur zur Verrechnung" kann auch handschriftlich auf dem Scheck angebracht werden und verliert selbst durch Streichen seine Wirkung nicht mehr.

Verrechnungsschecks beugen Missbrauch vor, denn die Feststellung des Einlösers wird dadurch erheblich erleichtert. Die Gutschrift gilt hier als Zahlung auf den Scheck. Bei einer Barauszahlung haftet der Bezogene dem Aussteller für Schäden, die dadurch entstehen, dass die Scheckforderung nicht demjenigen zugekommen ist, für den sie bestimmt war. Dabei ist die Haftung auf die Höhe der Schecksumme begrenzt. Verrechnungsschecks zur Gutschrift auf ein Girokonto werden nur vorbehaltlich gutgeschrieben. Sobald der Scheckaussteller einen Scheck ausgibt, obwohl er Kenntnis über die mangelnde Deckung seines Konto hat, gilt dies nach 3 263 StGB als Scheckbetrug. Dem Einlöser ist es im Fall eines mangels Deckung nicht einlösbaren Schecks nach § 605 ZPO möglich, seinen Anspruch bei einem Urkundenprozess durchzusetzen.
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Dieser Beitrag wurde am 25.01.2012 das letzte mal editiert.

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